Das Konzept der Zusammenarbeit von Schreiner Mathias Patthey und Kreativallrounder Bjørn Strømme (beide Teil des Kino im Kocher Teams) für eine eigene Kinobar war schnell klar: viel Holz nehmen und damit viel Raum schaffen, einfach aber einladend. Und so bestellten sie vierhundert Europaletten, werkelten aus einem alten Schrank eine abschliessbare Arbeitsfläche und entstaubten den alten Leuchtkasten, für den sie schon so lange wieder eine Verwendung finden wollten. Nebst ein paar gut platzierten Lampen, Sonnenschirmen und Palmen (nicht aus Plastik) brauchte es also nur noch einen passenden Namen um sich endlich Kleinigkeiten wie beispielsweise der Barkarte widmen zu können.

 

Bar und Kino, das kann ja nicht so schwierig sein – thematisch ist das schliesslich schon sehr aufgeladen. Gut, die «Cinébar» gab’s schon und «behind the scenes» oder «B-Roll» lösten irgendwie auch grad keine Glücksgefühle aus. So fielen Namen um Namen bis die Jungs merken mussten, dass das doch nicht so einfach ist wie sie sich erhofft hatten. Zumal der Name ja dann auch irgendwie Aufhänger sein müsste, denn der Betrieb sollte zwar in enger Partnerschaft, jedoch unabhängig vom Kino im Kocher funktionieren. Ein paar Tage darauf, an einem sommerlichen Abend in guter Gesellschaft (der Alkohol floss überdurchschnittlich schnell), wurde die Problemstellung schliesslich in die illustre Runde geworfen. Zu Beginn mit mässigem Erfolg, denn das daraus resultierende Brainstorming war weniger Beweis für die Kreativität der Versammlung als ein kreativer Promilletest. Zum Zeitpunkt willkürlicher Namensnennung von Persönlichkeiten aus Hollywood schien dann der Versuch offiziell gescheitert. Bis der Name «Drew Barrymore» fiel (Merci Sam!). Für Bjørn eine sofortige Offenbarung, was Mathias jedoch gar nicht gerne bemerkte. Und so war sich das Duo erstmals fundamental uneinig, was das Konzept der Bar anbelangt.    

 

Es ist bis heute nicht ganz klar, was Mathias dazu gebracht hat Bjørn mit seiner Obsession für «Drew» freien Lauf zu lassen. Vielleicht war es seine Partnerin Fabia, die mit ihrer Agentur «Kargo» die Leuchtschrift und die Karte gestalten sollte und die Hoffnung, dass sie aus der Not eine Tugend zaubern könnte... (was ihr einwandfrei gelungen ist!)

Wie dem auch sei, «Drew BARrymore» ist bereits nach einem Jahr vom Kino im Kocher nicht mehr wegzudenken. Ob es am erfrischenden «Drew Barrymule» liegt oder an der Tatsache, dass sowohl Drew als auch der Kocherpark ein Drogenproblem überwunden haben, spielt für uns keine Rolle.

Wir freuen uns einfach über die tolle Zusammenarbeit und hoffen auf schönes Wetter, denn die Abendsonne scheint im Kocher direkt auf die glänzenden Mulebecher.

Drew BARrymore

 

Mathias Patthey & Bjørn Strømme

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